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Hilfsfonds für politische Gefangene

Приятно поблагодарить Мануэллу (Manuela Waldner) за перевод на немецкий язык поста о

Русском общественном фонде помощи политзаключенным и их семьям (memo-projects.livejournal.com/5977.html). Огромное спасибо!

Еще два слова о том, что наша работа продолжается. Уже подготовлена обновленная версия списка граждан, участвовавших в деятельности Фонда. Обновленную версию планируется опубликовать в декабре на сайте «Мемориала».

И вновь повторяем наши просьбы о портретах участников и материалах по истории Фонда (воспоминаниях, документах), о дополнении опубликованных списков, об уточнении биографических справок.

Контактное лицо: Борис (boriss948@gmail.com).

Hilfsfonds für politische Gefangene

Das Archiv der internationalen Memorial-Gesellschaft sammelt Material über die Geschichte der russischen karitativen Arbeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

1974 gründete Alexander Issajewitsch Solschenizyn den Öffentlichen Russischen Hilfsfonds für politische Gefangene und deren Angehörige (danach: Hilfsfonds für politische Gefangene).  Diesem Fonds spendete der Schriftsteller alle Tantiemen seines Werkes „Der Archipel GULAG“.

Die langjährige russische Tradition, politischen Gefangenen zu helfen, wurde in den 60er-Jahren wiederbelebt und  der Fonds entwickelte sich zu einem organisatorischen und finanziellen Grundpfeiler.


Heute ist es schwer zu glauben, dass karitative Arbeit nicht nur missbilligt, sondern sogar aktiv von der Regierung verfolgt wurde! Die Verwalter des Fonds (Fonds-Manager in der UdSSR) und ihre Stellvertreter wurden laufend sowohl gerichtlich als auch aussergerichtlich verfolgt. Im Februar 1977 wurde der erste Verwalter des Fonds, Alexander Ginzburg, verhaftet. Seinen Nachfolgern wurde ebenfalls die ungewollte Aufmerksamkeit der Behörden zuteil: Im Juli wurde Malva Landa ausgewiesen, im Oktober/November wurden Kronid Ljubarskij und Tatjana Chodorowitsch zur Auswanderung gezwungen. Im Dezember 1981 wurde Valery Repin, der Verwalter der Schwestergesellschaft in Leningrad, verhaftet und dazu gezwungen, im öffentlichen Fernsehen zu „bereuen“. In Moskau, Leningrad, im Baltikum und in der Ukraine wurden zahlreiche Ehefrauen und Mütter von politischen Gefangenen verhört.

Im April 1983 verlor der Fonds mit der Verhaftung von Sergej Chodorowitsch erneut sein Oberhaupt. Anfang 1984, nachdem Andrej Kistjakowskij, der Chodorowitsch ersetzt hatte, schwer erkrankte, sorgten politischer Druck und interne Konflikte dafür, dass die Aktivität des Fonds in der UdSSR beinahe lahmgelegt wurde. Nichtsdestotrotz unterstütze zwischen 1984 und 1988 eine Gruppe von Aktivisten des Fonds stillschweigend weiterhin politische Gefangene und deren Familien.

Der Fonds wurde zu einer der wenigen unabhängigen öffentlichen Initiativen, die in der späten Sowjet-Ära und der Post-Sowjet-Ära nicht verschwand und seine Arbeit nach 1991 fortsetzte. Zurzeit besteht die Hauptaufgabe des Fonds darin, ehemalige Häftlinge aus Stalins Zwangsarbeitslagern zu unterstützen.

Dieses Jahr wollen wir zu Ehren des 35-jährigen Bestehens des Fonds zum ersten Mal alle bekannten Namen derjenigen veröffentlichen, deren Mitgefühl mit den Gefangenen nicht von der Regierungspropaganda erstickt wurde. Obwohl ihre Freiheit in Gefahr war, setzten sie die langjährige russische Tradition, Opfern von politischer Verfolgung zu helfen, fort.

Es gelang uns, mehr als 200 Namen zu ermitteln, obwohl kein Zweifel daran besteht, dass die tatsächliche Anzahl höher ist. In Kürze wird die gesamte Liste auf der Internetseite von Memorial erscheinen und wir hoffen, dass die Veröffentlichung uns dabei helfen wird, die Liste zu erweitern.

Für den Fall, dass diese Ankündigung bereits jetzt bei den Fondsmitgliedern und denjenigen, die bereits vor der Gründung des Fonds politische Gefangene unterstützten, auf Beachtung stösst, bitten wir diese Leute, ihre Geschichten mit uns zu teilen.

Heute veröffentlichen wir den ersten Teil der Liste, der in erster Linie aus wenig informationsreichen Steckbriefen über Leute besteht, über die wir leider sehr wenig wissen.

Diese Steckbriefe müssen unbedingt mit detaillierteren Informationen ergänzt werden. Es wäre auch grossartig, wenn Fotos dieser Leute ausfindig gemacht werden könnten.

Dieses Projekt wird von Freiwilligen umgesetzt und wir sind sehr dankbar für Anmerkungen, Mitwirkung und Unterstützung.

Koordinator: Gennadij
Kontakt: boriss948@gmail.com (Boris)



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